NICE ROBO1000: Montage, Anschluss und Einstellung
NICE ROBO1000 (RO1000) mit Steuerplatine ROA42 ist ein Antrieb für Schiebetore mit mechanischen Endschaltern und integriertem O-CODE-Empfänger mit 433,92 MHz. Das maximale Flügelgewicht beträgt 1 000 kg und die maximale Länge 12 m. Ob eine bestimmte Kombination geeignet ist, hängt auch vom Bewegungswiderstand, der Nutzung und den Umgebungsbedingungen ab; beide Maximalwerte können nicht automatisch gleichzeitig ausgeschöpft werden. Die Flügellänge entspricht nicht der lichten Durchfahrtsbreite.
Vor der Montage: Prüfen Sie die Kennzeichnung RO1000 und ROA42, den leichtgängigen manuellen Lauf über den gesamten Bewegungsweg, feste Anschläge und den Platz zum Entriegeln. Der Netzanschluss und die Sicherheitsprüfung müssen von einer qualifizierten Fachkraft durchgeführt werden. Die Klemmen für die Warnleuchte führen 230 V; für Zubehör gibt es einen separaten 24-V-Ausgang.
Auswahl des Handsenders: NICE ROBO1000 mit ROA42-Steuerplatine ist nicht mit NICE-FloR-Sendern (FLOR) kompatibel. Der integrierte Empfänger verwendet die O-CODE-Codierung mit 433,92 MHz; geeignet sind zum Beispiel ON2E und ON4E.
Mit NICE ROBO1000 kompatibles Zubehör
Die aufgeführten Produkte sind mit den Anschlüssen und Schnittstellen der ROA42-Steuerplatine kompatibel. Prüfen Sie bei der Auswahl Spannung, Kontaktart und Stromaufnahme. Der Empfänger für die Handsender ist bereits integriert; für die übliche Bedienung ist daher kein zusätzlicher steckbarer Funkempfänger erforderlich.
| Was | Warum | Typ |
| Warnleuchte | Warnt vor Torbewegungen; verfügt außerdem über eine Antenne für die Fernbedienung. | |
| Lichtschranken | Unterbrechen sie den Lichtstrahl, sichern sie den Durchfahrtsbereich. | |
| Handsender | Fernbedienung und je nach Speicherverfahren auch separate Steuerbefehle. | |
| Antenne | Kann den Empfang an Orten mit schwachem Signal verbessern. | |
| Schlüsselschalter | Steuerbefehl vor Ort ohne Handsender. | |
| Zahnstange | Überträgt die Bewegung des Ritzels auf den Torflügel. | |
| WLAN-Schnittstelle | Anpassung unterstützter Einstellungen über die MyNice-Pro-App. | |
| Programmiergerät | Fachgerechte Diagnose und erweiterte Einstellungsmöglichkeiten. | |
Addieren Sie die Stromaufnahme der an den Klemmen 8–9 versorgten Geräte und beachten Sie den Grenzwert von 100 mA. Lichtschrankentest-Ausgang 8–12 hat ebenfalls einen Grenzwert von 100 mA. Bei einer höheren gleichzeitigen Stromaufnahme beider Ausgänge muss der Installateur die Belastbarkeit der ROA42-Steuerplatine prüfen. Im Standby-Modus wird der Zubehör-Ausgang abgeschaltet. BiDi-WiFi, Oview und ProView werden über die BusT4-Schnittstelle angeschlossen, nicht an die Versorgungsklemmen 8–9.
Für welches Tor ist der ROBO1000 geeignet?
Berücksichtigen Sie bei der Auswahl gemeinsam das Gewicht und die Länge des Torflügels, den Bewegungswiderstand über den gesamten Laufweg, die Anzahl der Öffnungen und die Umgebungsbedingungen. Der Installateur muss die zum Bewegen des Tores erforderliche Kraft messen und prüfen, ob sie über den gesamten Laufweg innerhalb der Leistungsgrenzen des Antriebs liegt.
LEISTUNGSGRENZEN DES ANTRIEBS NICE ROBO1000
Gewicht und Länge sind separate Maximalwerte. Addieren Sie bei ihrer Kombination die Schweregradindizes aus der nachstehenden Tabelle.
| ROBO1000 | Maximum | Index beim Maximalwert |
| Flügellänge | 12 m | 50 % |
| Flügelgewicht | 1 000 kg | 60 % |
Ein 1 000 kg schwerer und 12 m langer Flügel hat einen Index von 110 % (60 % + 50 %). Ein Index über 100 % überschreitet den Bereich der zulässigen Anwendung. Weitere ungünstige Einflüsse erhöhen den Index; die einzelnen Maximalwerte können daher nicht automatisch gleichzeitig ausgeschöpft werden.
LEBENSDAUER DES ANTRIEBS NICE ROBO1000
Addieren Sie die Indizes für Flügelgewicht und -länge und berücksichtigen Sie weitere Einflüsse, wenn die Wahrscheinlichkeit ihres Auftretens über 10 % liegt. Lesen Sie im nachstehenden Diagramm die ungefähre Lebensdauer in Zyklen ab. Der Installateur muss die endgültige Eignung auch anhand der tatsächlich zum Bewegen des Tores erforderlichen Kraft prüfen.
Beispiel: Ein Torflügel mit einem Gewicht von 300 kg und einer Länge von 5 m hat vor Berücksichtigung der übrigen Einflüsse einen Index von 10 % + 10 % = 20 %. Die geschätzte Zyklenzahl wird im Diagramm bei einem Index von 20 % abgelesen.
| Eigenschaften der gesamten Automatisierung | Index | Lebensdauerdiagramm |
|---|
| Gewicht des Torflügels |  A = Index (%), B = Lebensdauer (Zyklen). |
|---|
| Bis 200 kg | 5 % |
| Über 200 bis 400 kg | 10 % |
| Über 400 bis 500 kg | 20 % |
| Über 500 bis 600 kg | 30 % |
| Über 600 bis 800 kg | 50 % |
| Über 800 bis 1 000 kg | 60 % |
| Länge des Torflügels |
|---|
| Bis 4 m | 5 % |
| Über 4 bis 6 m | 10 % |
| Über 6 bis 8 m | 20 % |
| Über 8 bis 10 m | 35 % |
| Über 10 bis 12 m | 50 % |
| Sonstige Einflüsse (bei einer Eintrittswahrscheinlichkeit von über 10 %) |
|---|
| Temperatur über 40 °C oder unter 0 °C oder Luftfeuchtigkeit über 80 % | 15 % |
| Staub oder Sand | 15 % |
| Salz in der Umgebung | 20 % |
| Unterbrechung des Torlaufs durch den Eingang Foto | 15 % |
| Unterbrechung des Torlaufs durch den Eingang Alt | 15 % |
Wählen Sie bei einem Gesamtindex über 100 % ein leistungsstärkeres Modell. Tabelle der Indizes und Lebensdauerdiagramm vergrößern.
Montage des Antriebs und der Endschalter
Bereiten Sie zuerst ein stabiles Fundament und Kabeldurchführungen vor, montieren Sie anschließend den Antrieb und die Zahnstange M4. Die folgenden Abbildungen zeigen die Position der Fundamentplatte, des Ritzels und der Anschläge. Zum Vergrößern anklicken.

Zahnstange und mechanische Anschläge
Die Zahnstange muss über den gesamten Fahrweg in das Ritzel eingreifen; lassen Sie zwischen beiden etwa 2 mm Spiel. Das Gewicht des Tors darf das Ritzel nicht belasten. Halten Sie das Tor sowohl beim Öffnen als auch beim Schließen 2–3 cm vor dem mechanischen Anschlag an. Schieben Sie den jeweiligen Endschalterhalter entlang der Zahnstange, bis er einrastet, und bewegen Sie ihn anschließend noch mindestens 2 cm weiter. Prüfen Sie nach der Befestigung bei einer Testfahrt, ob das Tor anhält.

Montage links oder rechts
Der Antrieb ist werkseitig für die Montage auf der rechten Seite vorbereitet. Trennen Sie bei einer Montage auf der linken Seite die Netzversorgung. Ziehen Sie gemäß den folgenden Abbildungen den Stecker der Endschalter LIMIT SWITCH und Motorstecker MOTORheraus und drehen Sie beide um 180°; der Motor wird dabei nicht mechanisch gedreht. Wiederholen Sie anschließend das Wiederholen Sie anschließend das Einlernen der Geräte. Entriegeln Sie das Tor mit dem Schlüssel erst, nachdem es zum Stillstand gekommen ist.



Verkabelung vor dem Anschluss
Bereiten Sie die Kabel vor, bevor Sie den Antrieb befestigen. Bei einer abweichenden Leitungsführung oder anspruchsvolleren Umgebungsbedingungen muss der Monteur den geeigneten Kabelquerschnitt und die passende Kabellänge prüfen.
| Stromkreis | Kabel und Länge |
| 230-V-Zuleitung | 3 × 1,5 mm² bis 30 m; bei längeren Strecken z. B. 3 × 2,5 mm² und Erdung am Antrieb |
| 230-V-Warnleuchte | 2 × 1,5 mm² bis 10 m |
| Antenne | Koaxialkabel RG58 bis 10 m, empfohlen unter 5 m |
| Lichtschranken | TX 2 × 0,25 mm²; RX 4 × 0,25 mm², bis 30 m |
| Schlüsselschalter | Zwei Kabel 2 × 0,5 mm² oder ein Kabel 4 × 0,5 mm², bis 20 m. Für einen einzelnen Schließerkontakt (NO) an SbS genügt eine zweiadrige Leitung. |
ROA42-Platine und Klemmen
Die Abbildung zeigt die Anschlussstellen, die Tasten PROGRAM und RADIO, die Trimmer TL/TP/F und die Programmierschalter. Führen Sie die Anschlüsse bei getrennter Netzversorgung aus.

Detailansicht der Tasten, Schalter und Klemmen der ROA42 vergrößern
| Klemmen | Funktion und Anschluss |
| 1–2 | Antenne des integrierten 433,92-MHz-Empfängers. |
| 4–5 | Ausgang 230 V AC für eine selbstblinkende Warnleuchte. Wählen Sie die Warnleuchte passend zur Spannung aus. |
| 8–9 | Versorgung für Zubehör 24 V DC (±10 %), insgesamt max. 100 mA; Klemme 8 = 0 V, Klemme 9 = +24 V. Im Standby-Modus wird der Ausgang abgeschaltet. |
| 9–10 | STOP: Kontakt NO, NC oder Widerstand 8,2 kΩ. Der Typ wird erkannt beim Einlernen. |
| 9–11 | PHOTO: Sicherheitskontakt des Relais-Fotozellensensors (NC). |
| 8–12 | Versorgung des Senders TX beim Fototest; max. 100 mA am Fototest-Ausgang. |
| 9–13 | SbS (Schrittbetrieb): potenzialfreier NO-Kontakt, z. B. NICE EKSEU. |
Fotozellen, Fototest und STOP
ROA42 verwendet einen Relais-Eingang PHOTO; geeignete Beispiele sind NICE EPM. Zweidraht-Fotozellen BlueBUS werden nicht an PHOTO angeschlossen.
Ohne Fototest
TX und RX über 8–9 versorgen; den NC-Sicherheitskontakt von RX an 9–11 anschließen.

Mit Fototest
RX bleibt an 8–9 angeschlossen, TX wird über 8–12 versorgt. Die ROA42-Platine versorgt das Zubehör mit 24 V Gleichspannung. Ändern Sie bei EPM-Fotozellen die SYNC-Brücke nicht automatisch, wenn Sie den Fototest aktivieren. Die Einstellung hängt von der Art der Stromversorgung der Fotozellen ab; der Monteur muss die korrekte Funktion des Fototests bei der Torprüfung überprüfen.

Nach jeder Änderung an PHOTO oder STOP wiederholen Sie das Einlernen der Geräte und die Prüfung der Torreaktion. Bei Aktivierung von STOP hält der Antrieb sofort an und führt eine kurze Rückwärtsbewegung aus.
Erste Inbetriebnahme und Einlernen der Geräte
- Entriegeln Sie den Antrieb, schieben Sie das Tor von Hand ungefähr in die Mitte der Laufstrecke, verriegeln Sie es wieder und schalten Sie die Stromversorgung ein.
- Prüfen Sie die LEDs der Eingänge und die Funktion beider Endschalter. Führen Sie das Einlernen auch dann durch, wenn kein weiteres Zubehör angeschlossen ist.
- Halten Sie PROGRAM. Nach etwa 3 Sekunden beginnt die OK-LED schnell zu blinken. Warten Sie, bis STOP leuchtet und die grüne OK-LED dauerhaft leuchtet; lassen Sie PROGRAM innerhalb von 10 Sekunden los.
- Drei grüne Blinksignale bestätigen die Speicherung. Fünf rote Blinksignale unmittelbar nach dem Einlernen bedeuten, dass der Vorgang nicht erfolgreich war. Trennen Sie die Stromversorgung und prüfen Sie PHOTO, STOP und die Anschlüsse, wiederholen Sie anschließend das Einlernen. Unterscheiden Sie dieses einmalige Einlernergebnis von der wiederholten Betriebssignalisierung 5× rotes OK.
- Öffnen und schließen Sie das Tor zur Probe und prüfen Sie die Laufrichtung, das Anhalten an den Endlagen, die Fotozellen, STOP und die manuelle Entriegelung. Die Sicherheitsprüfung und Kraftmessung führt der Monteur durch.
Wiederholen Sie das Einlernen nach einer Änderung an den Eingängen PHOTO/STOP, den DIP-Schaltern 1/2 oder der Ausrichtung des Antriebs.
Einstellungen der ROA42-Platine
Einstellregler TL, TP und F
| Einstellregler | Bereich und Einstellung |
| TL | Maximale Betriebszeit; markierte Positionen: 20, 30, 60, 90 und 120 s. Stellen Sie nach einem vollständigen Öffnungs- und Schließvorgang eine Reserve von 2–3 s ein. Bei aktivierter Verlangsamung beginnt die Langsamfahrt nach TL/2. Reichen auch 120 s nicht aus, muss der Monteur über eine Änderung der TLM-Brücke entscheiden und die resultierende Zeit am Tor messen. |
| TP | Pause vor dem automatischen Schließen; markierte Positionen: 3, 20, 40, 60 und 120 s. Wird in den Automatikmodi verwendet. Prüfen Sie die tatsächliche Pause durch einen probeweisen Öffnungsvorgang. |
| F | Einstellung der Motorkraft: MIN, 25 %, 50 %, 75 %, MAX sind Positionen am Einstellregler. Die Prozentwerte entsprechen nicht garantiert dem gemessenen Kraftanteil in Newton. Die Einstellung muss durch eine Kraftmessung und eine Sicherheitsprüfung bestätigt werden. |
Werkseitig ist DIP 1 ON, DIP 2 OFF (halbautomatischer Modus) und DIP 8 ON (Verlangsamung) eingestellt. Der TL-Standardwert beträgt 90 s. Bei TP und F sind ungefähre Richtwerte markiert, etwa 60 s und 75 %; prüfen Sie die tatsächliche Einstellung an der Platine und bei der Torprüfung.
DIP 1 und 2: Betriebsmodus
| DIP 1 / 2 | Modus |
| OFF / OFF | Totmannbetrieb: Das Tor bewegt sich nur, solange der Fahrbefehl dauerhaft gehalten wird |
| ON / OFF | Halbautomatisch; ein Impuls startet die vollständige Bewegung bis zum Endschalter oder bis TL abgelaufen ist; Werkseinstellung |
| OFF / ON | Automatik mit Pause TP |
| ON / ON | Automatik mit Funktion „immer schließen“: Ist das Tor nach Wiederherstellung der Stromversorgung geöffnet, geht dem Schließen eine 5-sekündige Vorwarnzeit voraus |
DIP 3 bis 10: weitere Funktionen
| DIP | Wenn ON |
| 3 | Gemeinschaftseinfahrt-Funktion: Ein weiterer Schrittbefehl unterbricht das Öffnen nicht; während des Schließens bewirkt er einen Stopp und eine Richtungsumkehr. Die Funktion ist im Totmannbetrieb nicht verfügbar. |
| 4 | 5 s Vorwarnblinken der Warnleuchte; im Totmannbetrieb 2 s. |
| 5 | Im Automatikmodus beginnt das Schließen 5 s nach dem Freigeben der Fotozellen. Im halbautomatischen Modus löst eine Auslösung von PHOTO während des Schließens nach der Pause TP ein anschließendes automatisches Schließen aus. |
| 6 | PHOTO wirkt auch beim Öffnen und hält das Tor an. Im halbautomatischen oder automatischen Modus wird das Öffnen nach dem Freigeben der Fotozellen fortgesetzt. |
| 7 | Sanftanlauf. |
| 8 | Die Verlangsamung beginnt nach TL/2. Die Geschwindigkeit sinkt auf 30 % des Nennwerts und das Motordrehmoment um 70 %. Stellen Sie TL so ein, dass die Verlangsamung etwa 50–70 cm vor dem Auslösen des Endschalters beginnt; prüfen Sie bei einem schweren Tor, ob der Motor über ausreichend Drehmoment verfügt. |
| 9 / 10 | Bremsen: OFF/OFF aus; OFF/ON leicht; ON/OFF mittel; ON/ON stark. |
Bei TL 90 s beginnt die Verlangsamung nach etwa 45 s. Eine Änderung von TL wirkt sich beim nächsten Öffnen aus. Hält das Tor vor dem Ende an, muss der Monteur den mechanischen Widerstand, TL, F und die Wirkung der Verlangsamung prüfen; eine Erhöhung von F allein ersetzt keine Sicherheitsprüfung.
Standby-Modus
Der Standby-Modus ist werkseitig eingeschaltet. Nach erfolgreichem Einlernen wird er nach 5 Minuten Inaktivität aktiviert, vor dem Einlernen nach 10 Minuten. Der 24-V-Ausgang für Zubehör ist dann ausgeschaltet. Benötigt ein angeschlossenes Gerät eine dauerhafte Stromversorgung, muss der Monteur eine geeignete Versorgung wählen oder den Standby-Modus ausschalten; der Stromverbrauch steigt. Die Zeit lässt sich über Oview/ProView ändern.
Drücken Sie kurz PROGRAM, lassen Sie die Taste los und prüfen Sie den Status: zweimaliges Blinken von OK = Standby aktiv, einmaliges Blinken = inaktiv. Wählen Sie bei einer Statusänderung anhand der OK-Blinksignale die gewünschte Option (zweimal = eingeschaltet, einmal = ausgeschaltet), halten Sie dann PROGRAM mindestens 5 s gedrückt und lassen Sie die Taste los, wenn OK wieder mit normaler Frequenz von 1 Hz blinkt. Prüfen Sie anschließend den Status erneut.
Anschluss von BusT4-Programmiergeräten
Die ROA42-Platine besitzt einen mit IBT4N auf dem Abbildungsplatine. Bei ausgeschalteter Stromversorgung stecken Sie BiDi-WiFi direkt in den BusT4-Anschluss. Zum Anschließen von ProView oder Oview verwenden Sie die Schnittstelle IBT4N. Trennen Sie vor dem Einstecken die Netzversorgung; ein falsch eingestecktes Modul kann die Steuerung beschädigen.
BiDi-WiFi dient zum Einstellen der unterstützten Parameter über MyNice Pro. Oview und ProView sind Service-Programmiergeräte. Diese Geräte ersetzen keinen O-CODE-Funkempfänger und werden nicht an den Versorgungsausgang 8–9.
Handsender und integrierter Empfänger
Der integrierte Empfänger ROA42 arbeitet mit 433,92 MHz mit O-CODE-Codierung und speichert im Modus I bis zu 100 Sender. Ein passendes Beispiel ist NICE Era One ON2E. NICE FloR-Sender (FLOR) sind mit diesem Empfänger nicht kompatibel und können nicht in ihm gespeichert werden. Die gleiche Frequenz von 433,92 MHz allein reicht nicht aus; prüfen Sie vor der Bestellung die Codierung des Handsenders.
Modus I: Alle Tasten speichern
- Halten Sie RADIO etwa 4 Sekunden lang gedrückt und lassen Sie die Taste los, sobald die LED R leuchtet.
- Halten Sie innerhalb von 10 Sekunden die Taste des neuen Senders etwa 3 Sekunden lang gedrückt.
- Dreimaliges Blinken der LED R bestätigt die Speicherung. Die Tasten 1/2/3/4 werden den Funktionen SbS/Teilöffnung/Öffnen/Schließen zugeordnet. Der ON2E mit zwei Tasten hat nur die Tasten 1 und 2.
Modus II: Eine Taste, ein Befehl
- Drücken Sie kurz RADIO 1× für SbS, 2× für die Teilöffnung, 3× für Öffnen oder 4× für Schließen.
- Prüfen Sie, ob die LED R die gewählte Anzahl an Blinksignalen wiederholt. Innerhalb von 10 Sekunden halten Sie die gewählte Sendertaste etwa 3 Sekunden lang gedrückt.
- Dreimaliges Blinken der LED R bestätigt die Speicherung. Derselbe Befehl kann für einen weiteren Sender gespeichert werden, indem der vorherige Schritt innerhalb von 10 Sekunden wiederholt wird; ohne weitere Eingabe wird der Modus beendet.
Einen neuen Handsender mithilfe eines bereits gespeicherten Handsenders hinzufügen
Bei stehendem Motor können Sie einen neuen Sender hinzufügen, auch ohne die Taste RADIO auf der Platine zu verwenden. Lassen Sie nur den Empfänger des Tors, in dem der Sender gespeichert werden soll, mit Spannung versorgt; der Vorgang kann alle Empfänger in Reichweite betreffen.
- Halten Sie in der Nähe der Platine dieselbe Taste des neuen Handsenders etwa 5 Sekunden lang gedrückt.
- Drücken Sie auf dem bereits gespeicherten alten Handsender die entsprechende Taste dreimal, jeweils etwa 1 Sekunde lang.. In Modus I kann es eine beliebige Taste sein; in Modus II verwenden Sie die Taste für den Befehl, den Sie übertragen möchten.
- Drücken Sie auf dem neuen Handsender dieselbe Taste erneut etwa 1 Sekunde lang und prüfen Sie die Funktion mit einem Testbefehl.
Der neue Handsender übernimmt die Speicherungsart des alten. Sechsmaliges Blinken der LED R während des Vorgangs weist auf eine inkompatible Codierung hin; achtmaliges Blinken signalisiert einen vollen Speicher.
Funkhandsenderspeicher löschen und sperren
Wenn Sie Ihren einzigen Handsender verloren haben, wenden Sie sich vor dem Löschen des Speichers an den Kundendienst; bei falscher Vorgehensweise können auch die übrigen gespeicherten Handsender gelöscht werden. Die Funkhandsenderspeichersperre verhindert das Hinzufügen und Löschen von Handsendern.
Anleitung zum Koppeln von Handsendern
Die Schritte für den integrierten Empfänger ROA42 sind oben aufgeführt. Die Abbildung unten verweist auf die allgemeine NICE-Anleitung zum Koppeln; verwenden Sie beim ROBO1000 die angegebenen Zeitangaben und die Bestätigung durch die LED R.

Diagnose anhand der LEDs
Im Normalbetrieb blinkt die grüne LED OK etwa einmal pro Sekunde. Wiederholte Gruppen roter Blinksignale, die durch eine Sekunde Pause getrennt sind, weisen auf eine Störung hin; einzelne Blinksignale beim Einlernen von Geräten werten Sie entsprechend dem jeweiligen Ablauf aus. Führen Sie nach der Reparatur immer eine Funktionsprüfung durch.
| Anzeige | Prüfen |
| LED OK leuchtet nicht | Zuleitung, Schalter und Sicherungen; die Ursache des Ausfalls muss der Monteur ermitteln. |
| 1× LED OK blinkt rot | Einlernen fehlgeschlagen oder Änderung an DIP 1/2 ohne anschließendes Einlernen. Prüfen Sie PHOTO und STOP, wiederholen Sie anschließend das Einlernen der Geräte. |
| 2× LED OK blinkt rot | PHOTO, Hindernis, NC-Kontakt und Fototest. |
| 4× LED OK blinkt rot | STOP und den eingelernten Typ. |
| 5× LED OK blinkt rot | Fehler beim Speichern der internen Parameter. Warten Sie mindestens 30 s, bis die Steuerung versucht, den Betrieb wieder aufzunehmen. Wenn der Fehler weiterhin auftritt, wenden Sie sich an den NICE-Kundendienst. |
| 7× LED OK blinkt rot | Ändern Sie DIP 1/2 und wiederholen Sie das Einlernen oder stellen Sie den ursprünglichen Modus wieder her. Wenn kein Zusammenhang mit einer Modusänderung besteht und der Fehler weiterhin auftritt, muss der Kundendienst die internen Schaltkreise der Platine und die Motorverkabelung überprüfen. |
| 8× LED OK blinkt rot | Ein anderer Befehl ist noch aktiv. Geben Sie ihn frei und prüfen Sie den SbS-Kontakt, die Taste oder den Sender, der ihn aktiviert hält. |
Bei funktionsbereitem Sicherheitskreis leuchten die Anzeigen PHOTO und STOP; die LED SbS leuchtet, wenn ein Befehl anliegt. Bei manueller Betätigung des jeweiligen Endschalters muss dessen LED erlöschen. Beseitigen Sie vor dem Austausch von Sicherungen zunächst die Störungsursache und verwenden Sie ausschließlich die für die jeweilige Platine vorgeschriebenen Werte.
Technische Daten NICE ROBO1000
| Parameter | ROBO1000 / ROA42 |
| Tor | Einzelhöchstwerte: 1 000 kg und 12 m; prüfen Sie die Kombination anhand des Schwereindex |
| Stromversorgung / Leistungsaufnahme | 230 V AC, 50/60 Hz / 350 W |
| Motor | 230 V AC; der Zubehör-Ausgang ist separat, 24 V |
| Kraft | Nennkraft 300 N; max. Anlaufkraft 680 N |
| Geschwindigkeit | Etwa 9 m/min bei Nennlast |
| Einschaltdauer | Torflügel bis 4 m: 16 Zyklen/h; bis 8 m: 8 Zyklen/h. Für Torflügel über 8 m ist keine separate Zyklenzahl pro Stunde angegeben. Dauerbetrieb maximal 4 min. |
| Umgebungsbedingungen | −20 bis +55 °C; IP44 |
| Abmessungen / Gewicht | 363 mm Breite × 238 mm Tiefe × 364 mm Höhe; 11,5 kg |
