NICE Ten TN2010L - Antrieb für Schwinggaragentore
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auf Anfrage
€ 660,20 inkl. MwSt.
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| 10 kg |
Produktbeschreibung NICE Ten TN2010L - Antrieb für Schwinggaragentore
NICE TEN TN2010L – Antrieb für Kipptore
Der Antrieb NICE TN2010L ist für Kipptore vorgesehen. Vor der Bestellung müssen die Maße, das Gewicht und die Konstruktion des Tores geprüft werden.
Der TN2010L verfügt über eine integrierte Steuerung, einen Absolutwertgeber und eine zusätzliche LED-Beleuchtung. Er kann auch einen angeschlossenen zweiten Motor steuern NICE TN2020L. Der Antrieb ist selbsthemmend; bei Stromausfall ermöglicht er die manuelle Entriegelung mit einem Griff.
Wann ist dieser Antrieb die richtige Wahl?
TEN ist für korrekt ausgewuchtete Kipptore mit Gegengewicht oder Federn, mit und ohne Überstand, vorgesehen. Der Motor wird an der Torkonstruktion montiert und über Wellen und Teleskoparme mit dem Tor verbunden. Es handelt sich nicht um einen Deckenantrieb mit Führungsschiene für ein Sektionaltor.
Der TN2020L ist ein Zusatzmotor und kein eigenständiger Ersatz für den TN2010L. Zubehör, Empfänger, Sicherheitseingänge und die Einstellungen der Doppelmotor-Konfiguration gehören zum Hauptantrieb TN2010L. Wenn Sie bereits eine andere Haupteinheit besitzen, prüfen Sie die genaue Kombination und die dazugehörige Anleitung.
| Konfiguration gemäß der beiliegenden Montageanleitung | Richtwerte für die Torabmessungen |
|---|---|
| 1 × TN2010L | Höhe max. 2,6 m, Breite max. 3 m; Fläche bis 8 m². |
| 1 × TN2010L + 1 × TN2020L | Höhe max. 2,6 m, Breite max. 5,4 m; Fläche bis 14 m². |
Die Abmessungen allein reichen nicht aus: Entscheidend sind die Auswuchtung, der Bewegungswiderstand über den gesamten Laufweg und die Anzahl der Zyklen. Für die Ausführung gemäß der beiliegenden Anleitung gelten die oben genannten Montagegrenzwerte. Ein größeres Tor muss individuell anhand des konkreten Motors und der Steuerung beurteilt werden. Ein zweiter Motor ersetzt nicht die Reparatur beschädigter Federn, Seile oder Führungen.
Zyklenzahl und zum Bewegen des Tores erforderliche Kraft
| Konfiguration | Erforderliche Bewegungskraft | Max. Zyklen/h | Max. Zyklen in Folge |
|---|---|---|---|
| TN2010L | Bis 120 N | 20 | 35 |
| TN2010L | Über 120–180 N | 18 | 33 |
| TN2010L | Über 180–220 N | 15 | 30 |
| TN2010L + TN2020L | Bis 150 N | 30 | 19 |
| TN2010L + TN2020L | Über 150–250 N | 28 | 16 |
| TN2010L + TN2020L | Über 250–350 N | 25 | 14 |
Ein Zyklus umfasst das vollständige Öffnen und Schließen; ein Manöver ist eine Bewegung in eine Richtung. Die angegebenen Werte sind Betriebsgrenzwerte und keine Empfehlung, den Torwiderstand zu erhöhen. Bei der Vorbereitung des Tores für die private Nutzung darf die Kraft für die manuelle Bewegung 150 Nnicht überschreiten; bei der Prüfung der manuellen Bewegung während der Inbetriebnahme gilt ein gesonderter Grenzwert von 225 N. Die Steuerung begrenzt den Betrieb abhängig von Belastung und Betriebsdauer, um eine Überhitzung zu verhindern.
Motor und Steuerung der Konfiguration
| Komponente der Konfiguration | Funktion bei der Torautomatisierung |
|---|---|
| NICE TN2010L | Hauptmotor mit integrierter Steuerung, Absolutwertgeber und BlueBUS. Steuert die Sicherheitseinrichtungen, den Empfänger und auch den angeschlossenen zweiten Motor. Der Steckempfänger ist separat auszuwählen. |
| NICE TN2020L | Zweiter 24-V-Gleichstrommotor ohne Steuergerät. Bei der Montage mit zwei Motoren wird er an den Hauptantrieb TN2010L angeschlossen; allein kann er das Tor nicht steuern. |
Separater Motor und erforderliches Montagezubehör
Diese Produktseite gilt für TN2010L. Für eine vollständige Automatisierung werden außerdem eine Traghalterung, passende Wellen, Teleskoparme, eine Steuerung und Sicherheitseinrichtungen benötigt. Die Auswahl hängt von der Konstruktion und der Anzahl der Motoren ab. Prüfen Sie vor der Bestellung den Lieferumfang und das benötigte Zubehör.
Kennzeichnung der Montageteile:
- A – TEN-Motor
- B – Muttern M6
- C – Muttern M8
- D – Gewindestifte M6 × 14
- E – Unterlegscheiben Ø8
- F – Schrauben M8 × 110
- G – Entriegelungsstange.
| Was | Warum | Typ |
|---|---|---|
| Trägerhalter | Motorhalterung, Länge 1 250 / 2 000 mm. | |
| Wellen | Vierkantwellen mit 20 × 20 mm Querschnitt, Länge 1 500 / 200 mm. | |
| Teleskoparme | Paar gerade / gebogene Teleskoparme. Gebogene Arme helfen bei Platzmangel am Torträger. | |
| Wellenführung | Führung für ein Paar Getriebewellen. | |
| Externe Entriegelung | Entriegelung von außen per Seilzug / Schlüsselschloss. OTA12 wird nicht bei seitlich montierten Motoren verwendet. |
Montage und Prüfung des Tors
Montage, Anschluss und Inbetriebnahme sind einer qualifizierten Fachkraft vorbehalten. Der Motor wird im Inneren der Garage montiert. Die Schutzart IP44 ist keine Freigabe für die Außenmontage. Trennen Sie vor Arbeiten die Netzversorgung und gegebenenfalls den Notstromakku.
- Prüfen Sie Zustand und Auswuchtung des Tors, der Federn, Seile, Führungen und tragenden Teile. Das Tor muss sich über den gesamten Laufweg von Hand gleichmäßig bewegen lassen und darf nicht selbstständig herabfallen.
- Entfernen Sie nicht benötigte Seile und setzen Sie die ursprüngliche Verriegelung außer Betrieb, wenn sie die motorische Bewegung behindern würde.
- Wählen Sie eine stabile Halterung und Wellen entsprechend der Torbreite aus. Prüfen Sie vor dem endgültigen Festziehen den gesamten Bewegungsweg der Wellen und Teleskoparme; sie dürfen nicht mit der Führung, dem Rahmen oder dem Gegengewicht kollidieren.
- Beurteilen Sie mögliche Quetschstellen an den Armen, an der Oberkante und an der Unterkante. Wenn das Tor eine Schlupftür enthält, muss deren Öffnung sicher überwacht werden.
- Die manuelle Entriegelung muss bis zu einer Höhe von 1,8 m. Platzieren Sie die fest installierte Befehlssteuerung in Sichtweite des Tors, außerhalb des Bewegungsbereichs, mindestens 1,5 m über dem Boden.
- Wenn es keinen anderen Zugang zur Garage gibt, installieren Sie vor der Übergabe eine externe Entriegelung. Das Tor darf sich während der Bewegung nicht in einen öffentlichen Gehweg oder eine öffentliche Straße hineinbewegen.
Schema:
- 1 – TEN
- 2 – Vierkantwelle 20 × 20 mm
- 3 – Trägerhalter
- 4 – Teleskoparm
- 5 – Lichtschranken
- 6 – Lichtschranken auf Sockeln
- 7 – Sicherheitskontaktleiste
- 8 – Niederspannungs-Blinkleuchte mit Antenne
- 9 – Befehlssteuerung.
Die Darstellung zeigt ein Anordnungsprinzip; die Schutzeinrichtungen sind entsprechend dem tatsächlichen Tor auszulegen.
Motorabmessungen und Kabelführung
Die Zeichnung gibt eine Höhe von 512 mm, eine Breite von 150 mm, eine maximale Tiefe von 160 mm und einen Wellenabtrieb von 20 × 20 mm. Berücksichtigen Sie vor der Befestigung auch den Platz für die Abdeckung, die Entriegelung und die Torbewegung. Die technischen Gehäusedaten geben eine Tiefe von 158 mm an; planen Sie für den Platzbedarf jedoch mit dem Umriss von 160 mm aus der Zeichnung.
Bringen Sie bei geöffneter Abdeckung nur die erforderlichen Kabeleinführungen und geeignete Kabelverschraubungen an. Führen Sie die Netzleitung getrennt von den Niederspannungskabeln, sichern Sie die Kabel gegen Zug und lassen Sie ausreichend Spielraum für die Torbewegung. In Rohren oder an Eintrittsstellen darf sich kein Wasser oder Kondensat ansammeln. Montieren Sie nach der Einstellung die Abdeckung und prüfen Sie ihren Freiraum über den gesamten Bewegungsweg.
Manuelle Entriegelung und erneute Verriegelung
Entriegeln Sie nur ein angehaltenes Tor und sichern Sie es zuvor gegen Herabfallen. Ein nicht ausgewuchtetes Tor oder eine beschädigte Feder kann sich nach dem Entriegeln plötzlich bewegen. Entriegeln Sie bei einer Anlage mit zwei Motoren beide Motoren.
- Halten Sie das Tor an und trennen Sie sämtliche Stromquellen.
- Drehen Sie den Motorknopf gegen den Uhrzeigersinn wie abgebildet. Bewegen Sie das Tor anschließend ohne Gewalt von Hand.
- Drehen Sie zum erneuten Verriegeln den Knopf im Uhrzeigersinn in die senkrechte Position..
- Bewegen Sie das Tor kurz von Hand, bis das Getriebe einrastet. Stellen Sie erst danach die Stromversorgung wieder her und prüfen Sie die Steuerung.
Für die externe Entriegelung eignen sich fachgerecht montierte NICE OTA11 oder NICE OTA12. Bei einer Anlage mit zwei Motoren muss die Lösung ein sicheres Entriegeln beider Antriebe ermöglichen.
Verkabelung
| Stromkreis des Hauptgeräts TN2010L | Leitung und Länge gemäß Anleitung |
|---|---|
| Netzversorgung | 3 × 1,5 mm², maximal 30 m. Bei mehr als 30 m ist ein größerer Querschnitt erforderlich, beispielsweise 3 × 2,5 mm², entsprechend der Auslegung von Stromversorgung und Schutz. |
| Signalleuchte 12 V | 2 × 1 mm², maximal 20 m. |
| Antenne | Koaxialkabel RG58, maximal 20 m; empfohlene Länge unter 5 m. |
| BlueBUS-Lichtschranken | 2 × 0,5 mm², maximal 20 m. |
| Schlüsselschalter | Maximal 20 m; die Anzahl der Adern richtet sich nach den verwendeten Kontakten. Laut Anleitung ist ein gemeinsames Kabel 4 × 0,5 mm² zulässig. |
| Kontakt-Sicherheitsleiste | 2 × 0,25 mm², maximal 20 m; eine optische Sicherheitsleiste muss entsprechend ihren drei Signalen angeschlossen werden. |
Die Kabel müssen für die Umgebungsbedingungen und die bewegliche Montage geeignet sein. Leitungsweg, Schutz und Zuleitung sind von einer Elektrofachkraft auszulegen; es genügt nicht, nur den angegebenen Querschnitt einzuhalten. Zwischen den Motoren gibt es zwei getrennte Stromkreise – Motor und Zusatzleuchte; die Verdrahtung entsprechend dem gelieferten Set und der Abbildung unten auswählen.
Steuergerät und Anschluss
TN2010L hat eine integrierte Steuerung; TN2020L nicht. Die unten aufgeführten Klemmen und Verfahren beziehen sich auf die in der Abbildung gezeigte Steuerung TN2010L mit drei Tasten und acht LEDs L1–L8. Beim Austausch der NICE TNA2-Platine oder bei einer anderen Ausführung die Anleitung der tatsächlich eingebauten Version verwenden.
Auf der Platine:
- a – Klemmen
- b – Tasten
- c – LEDs L1–L8
- d – Eingangs-LEDs
- e – Zusatzleuchte
- f – Sicherung F2
- g – SM-Empfängersteckplatz
- h – BusT4
- i – Aerial-Klemme
- l – Batterieanschluss.
Netzversorgung und Niederspannungszubehör
| Stromkreis / Klemmen | Anschluss und Grenzwerte |
|---|---|
| TN2010L: 1 / 2 / 3 | Netzversorgung 230 V AC, 50/60 Hz: 1 = L (Phase), 2 = N (Neutralleiter), 3 = PE (Schutzleiter). Bei Wechselspannung gibt es kein Plus/Minus. Die Zuleitung muss über eine geeignete Trennvorrichtung und Absicherung verfügen. |
| Hilfsversorgung | Rechter STOP-Kontakt = GND (−), linker SbS-Kontakt = 24 V DC (+), bei gleicher Ausrichtung wie in der Abbildung. Spannung 24 V DC −30/+50 %, maximal 100 mA insgesamt. Bleibt auch im Stand-by aktiv. |
| BlueBUS | Paralleler Zweidrahtanschluss kompatibler Geräte, z. B. NICE EPMB. Ohne Polarität; kein universeller 24-V-Hilfsausgang. Maximal 12 BlueBUS-Lasten. |
| SbS / Open / Close | Steuerbefehl-Paare für potenzialfreie NO-Kontakte: Schrittbetrieb / Öffnen / Schließen. Das jeweilige Kontaktpaar wird geschaltet; keine externe Spannungsversorgung anschließen. Ein NO-Kontakt hat selbst keine Polarität. |
| Stopp | Eingelernter Sicherheitseingang für NO, NC, 8,2 kΩ oder eine kompatible Sicherheitskontaktleiste; siehe ausführliche STOP-Verdrahtung. |
| Blinkleuchte | Werksseitig ein Ausgang für 12-V-DC-Blinkleuchte, max. 21 W, z. B. NICE ELDC. Hier keine 230-V-ELAC anschließen. Die genaue Polarität des Ausgangs anhand der Kennzeichnung auf der eingebauten Platine bestimmen; sie lässt sich nicht aus der Hilfsversorgung ableiten. |
| Antenne / Empfänger | Koaxialkabel: Innenleiter = Signal, Geflecht = Abschirmung. Dies sind keine Versorgungsanschlüsse +/−. Bei NICE OXIBD die externe Antenne direkt an dessen Antennenklemmen anschließen. |
Plus und Minus oben bezeichnen einzelne Kontakte, nicht die gesamten zweipoligen Klemmenleisten. Spannungsversorgtes Zubehör nur dann mit + an SbS (+) und − an STOP (−) anschließen, wenn es für die angegebene Spannung ausgelegt ist und die zulässige Gesamtstromaufnahme nicht überschreitet. Der Motor TN2020L und die Blinkleuchte werden nicht über diesen 100-mA-Ausgang versorgt.
Der Schaltplan zeigt alternative Anschlüsse für Sicherheitseinrichtungen; das bedeutet nicht, dass alle STOP-Varianten gleichzeitig verbunden werden sollen. Bei der Blinkleuchte NICE ELDC die Versorgung an deren entsprechenden Niederspannungseingang und das Antennenkabel separat anschließen. Den Blinkmodus gemäß Anleitung der Blinkleuchte für einen Ausgang einstellen, der bereits eine getaktete Spannung liefert.
Verbindung zwischen TN2010L und TN2020L
230 V Netzspannung wird nur an das Hauptgerät TN2010L angeschlossen. TN2020L erhält die Motorversorgung vom Hauptgerät. Es verfügt über eigene Klemmen für Motor und Leuchte, aber weder über ein zweites Steuergerät noch über eigene Sicherheitseingänge.
| Anschluss gemäß Abbildung | Zu beachten |
|---|---|
| A – zweiter Motor | Vom Ausgang für den zweiten Motor am TN2010L zu den Motorklemmen des TN2020L. Bei den beiden abgebildeten Klemmenpaaren links −, rechts +; beibehalten: − → − und + → +. |
| B – Zusatzleuchte des zweiten Motors | Separates Kabel vom Lichtausgang für den zweiten Motor zu den Lichtklemmen des TN2020L. In der Abbildung erneut links −, rechts +; nicht mit den Motorklemmen oder dem 100-mA-Hilfsausgang verbinden. |
| Einstellung am Hauptgerät TN2010L | Ebene I, L8 ON = zwei Motoren; bei einem einzelnen TN2010L muss L8 OFF. |
Die Lage der Pole bei gleicher Ausrichtung wie im Originalschaltplan ablesen und stets mit den tatsächlichen Klemmenkennzeichnungen vergleichen. Den Zweimotorbetrieb nicht einschalten, wenn nur ein Motor montiert ist – dies kann zu Fehlfunktionen und Schäden führen. Nach einer Änderung der Konfiguration das Einlernen, die Krafteinmessung und die Sicherheitsprüfungen wiederholen.
BlueBUS-Lichtschranken und ihre Adressierung
NICE EPMB mit zwei Leitern an BlueBUS des Hauptgeräts TN2010L. TX und RX eines Paars haben dieselben Jumper; das nächste Paar erhält eine andere Adresse. BlueBUS-Geräte sind polaritätsfrei und werden parallel angeschlossen. Herkömmliche EPM-Relais dürfen nicht an BlueBUS angeschlossen werden.
| Adresse | Funktion bei TEN |
|---|---|
| PHOTO / PHOTO II | Überwachung beim Schließen; Montagehöhe ca. 50 / 100 cm. |
| PHOTO 1 / PHOTO 1 II | Überwachung beim Öffnen und Schließen; Montagehöhe ca. 50 / 100 cm. |
| PHOTO 2 / PHOTO 2 II | Überwachung beim Öffnen. |
| PHOTO 3 | Eine Lichtschranke schützt die gesamte Automatisierung gemäß der vorgesehenen Konfiguration. |
| FA1 / FA2 | Lichtschranke für den Öffnungsbefehl; nur mit einem geeigneten Lichtschrankentyp und gemäß dessen Anleitung verwenden. Sie ersetzt nicht die vorgeschriebene Sicherheitseinrichtung. |
Prüfen Sie beim Austausch von Lichtschranken in deren eigener Anleitung, ob die Jumper dieselbe Bedeutung haben. Führen Sie nach jedem Hinzufügen oder Entfernen eines Geräts eine Geräteerkennung durch und prüfen Sie die Reaktion erneut in beide Richtungen. Die Bewegung darf nicht bei überbrückter Schutzeinrichtung getestet werden. EPMB-Jumper einstellen.
Sicherheitsschaltleiste und STOP-Eingang
STOP bewirkt einen Stopp und eine kurze Rückwärtsbewegung. Die Steuerung speichert beim Einlernen den Typ des angeschlossenen Geräts und löst bei einer Zustandsänderung eine Schutzreaktion aus. Mehrere NO-Kontakte können parallel, NC-Kontakte in Reihe geschaltet werden. Widerstandsschaltleisten werden gemäß ihrer Anleitung angeschlossen; bei einer Kaskadenschaltung wird nur ein Abschlusswiderstand verwendet 8,2 kΩ.
| Optische Schaltleiste OSE | Konkreter Kontakt bei der abgebildeten Ausrichtung |
|---|---|
| Versorgung + | Rechter Kontakt OPEN = +12 V DC, maximal 40 mA. Hier wird der positive Versorgungsleiter einer kompatiblen optischen Schaltleiste angeschlossen. |
| Versorgung − | Rechter Kontakt STOP = GND (−). |
| Signal | Linker Kontakt STOP = SIGNAL. Dies ist kein Pluspol der Versorgung. |
Bei der OSE-Verdrahtung wird der Kontakt OPEN zur Versorgung der Schaltleiste verwendet – schließen Sie dort nicht beliebig einen Befehlstaster an. NO-/NC-Kontakte und Widerstandsschaltleisten haben keine Versorgungspolarität; die optische Schaltleiste hingegen schon. Wählen Sie für die erforderliche Sicherheitskategorie ein geeignetes optisches Gerät oder ein 8,2-kΩ-Gerät und prüfen Sie das gesamte Tor.
Erstinbetriebnahme und Geräteerkennung
Alle folgenden Tasten und LEDs gehören zum Hauptgerät TN2010L. Am TN2020L wird dieser Vorgang nicht separat durchgeführt. Schließen Sie vor der Inbetriebnahme die Montage, die Schutzeinrichtungen und die Einstellung L8 entsprechend der Anzahl der Motoren ab.
- Prüfen Sie nach dem Einschalten die BlueBUS-LED: Nach dem anfänglichen schnellen Blinken sollte sie regelmäßig etwa einmal pro Sekunde blinken. Die LEDs der angeschlossenen TX/RX sollten den Betrieb anzeigen; Warnleuchte und Zusatzleuchte sollten im Ruhezustand ausgeschaltet bleiben.
- Wenn die Anzeige nicht stimmt oder ein Fehler vermutet wird, trennen Sie die Stromversorgung und prüfen Sie die Verdrahtung. Fahren Sie nicht auf Verdacht mit dem Einlernen fort.
- Drücken und halten Sie ▲ + STOP/SET. Lassen Sie die Tasten los, sobald L1 und L2 schnell zu blinken beginnen, nach etwa 3 Sekunden.
- Warten Sie, bis der Vorgang abgeschlossen ist. Die STOP-LED sollte leuchten, L1/L2 sollten erlöschen; L3/L4 können als Aufforderung zum Einlernen der Positionen blinken.
Die Erkennung wird auch ohne angeschlossene Geräte durchgeführt und nach einer Änderung an BlueBUS oder STOP erneut gestartet.
Positionen einlernen und Kraft automatisch einmessen
Prüfen Sie zuerst die Bewegungsrichtung und den freien Bewegungsbereich. Bei falscher Bewegungsrichtung verwenden Sie die Richtungsprogrammierung; vertauschen Sie nicht wahllos die Motorleitungen. Während der Bewegung stoppt jede der drei Tasten an der Platine den Motor.
Kurzverfahren – Positionen „offen“ und „geschlossen“
- Halten Sie STOP/SET + ▼ etwa 3 s lang gedrückt, bis L1 zu blinken beginnt, und lassen Sie die Tasten los.
- Stellen Sie mit ▲ / ▼ die gewünschte vollständig geöffnete Position ein FCA.
- Halten Sie STOP/SET 5 s lang gedrückt und warten Sie, bis L8 zu blinken beginnt; lassen Sie dann die Taste los.
- Stellen Sie mit ▲ / ▼ die vollständig geschlossene Position ein FCC.
- Bestätigen Sie mit STOP/SET 2 s lang gedrückt und lassen Sie die Taste los. L1/L8 erlöschen. Die Steuerung berechnet die übrigen Positionen.
- Die Zusatzleuchte beginnt etwa einmal pro Sekunde zu blinken. Geben Sie einen SbS- oder OPEN-Befehl: Die Anlage führt zwei vollständige Zyklen zur automatischen Krafteinmessung aus.
Vollständige Einstellung der einzelnen Positionen
Rufen Sie den Modus auf dieselbe Weise auf, indem Sie STOP/SET + ▼ etwa 3 s lang gedrückt halten. Stellen Sie die Position mit ▲ / ▼ ein und bestätigen Sie jede zu speichernde Position mit STOP/SET 2 s lang gedrückt. Eine optionale Position können Sie überspringen, indem Sie STOP/SET zweimal schnell drücken.
| Reihenfolge / LED | Position und Bedeutung |
|---|---|
| 1 – L1 / FCA | Vollständig geöffnete Position; obligatorisch. |
| 2 – L2 / RA | Beginn der Verlangsamung beim Öffnen; optional. |
| 3 – L4 / RI | Zwischenposition für die Verlangsamung beim Schließen. Das Tor beginnt etwa 50 cm vor dieser Position abzubremsen und kehrt nach dem Passieren auf die eingestellte Geschwindigkeit zurück; optional. |
| 4 – L5 / AP | Teilöffnung; optional. |
| 5 – L7 / RC | Beginn der Verlangsamung beim Schließen; optional. |
| 6 – L8 / FCC | Vollständig geschlossene Position; obligatorisch. |
Lassen Sie nach FCC STOP/SET los und geben Sie einen Befehl für zwei vollständige Zyklen zur Krafteinmessung. Der Vorgang muss ohne Unterbrechung selbstständig abgeschlossen werden. Wird er unterbrochen, bleibt er auch nach einem Stromausfall unvollständig und muss erneut gestartet werden. Eine Änderung der Positionen, der Öffnungs-/Schließgeschwindigkeit oder der Drehrichtung löst eine erneute Krafteinmessung aus.
Der Encoder arbeitet im zulässigen Bereich von 5–95 %. Eine einzeln blinkende L1 oder L8 im Ruhezustand kann darauf hinweisen, dass dieser Bereich überschritten wurde; dies bedeutet nicht automatisch, dass ein Fehler an der Lichtschranke vorliegt. Die Behebung ist Sache eines Technikers; Schutzeinrichtungen dürfen nicht überbrückt werden.
Sicherheitsprüfungen vor der Inbetriebnahme
- Prüfen Sie bei getrennter Stromversorgung und ausgekuppelten Motoren die manuelle Bewegung; die Prüfkraftgrenze beträgt 225 N, für die Vorbereitung eines privaten Tors gilt jedoch der strengere Grenzwert von 150 N.
- Prüfen Sie jede Lichtschranke, Schließkantensicherung, STOP-Funktion und alle weiteren Schutzeinrichtungen einzeln. Die Reaktion muss der jeweils gewählten Funktion entsprechen.
- Prüfen Sie die Lichtschranken mit einem Gegenstand von Ø5 cm Durchmesser und 30 cm Länge bei TX, RX und in der Mitte des Lichtstrahls.
- Beim Schließen auf einen Gegenstand mit einer Höhe von 50 mm auf dem Boden muss der Antrieb nach Kontakt mit der Unterkante die Bewegungsrichtung umkehren. Bei der Sicherheitsprüfung mit einem Gewicht von 20 kg das in der Mitte der Unterkante befestigt ist, muss der Antrieb das Öffnen verhindern oder den Öffnungsvorgang stoppen. Die Prüfungen führt der Monteur in einem abgesicherten Prüfbereich durch; es handelt sich nicht um eine Prüfung der manuellen Entriegelung mit einem Gewicht.
- Messen Sie die Aufprallkräfte und prüfen Sie die Betriebsrisiken der gesamten Toranlage. Eine Erhöhung der Kraft darf Reibung oder eine mangelhafte Ausbalancierung nicht verdecken.
- Übergeben Sie die Anleitung, den Wartungsplan, die Prüfdokumentation und die Einweisung in die Entriegelung. Der Betrieb ist erst nach erfolgreich bestandenen Prüfungen zulässig.
Einstellungen an der Hauptsteuerung TN2010L
▲ öffnet oder bewegt sich im Menü nach oben, ▼ schließt oder bewegt sich nach unten, STOP/SET stoppt und bestätigt. Während der Bewegung stoppen alle drei Tasten den Antrieb. Die Abläufe gelten für die abgebildete Steuerung; zwischen den Programmierschritten dürfen nicht mehr als 10 s vergehen.
Ebene I – acht EIN/AUS-Funktionen
- Halten Sie bei stehendem Tor STOP/SET etwa 3 s lang gedrückt und lassen Sie die Taste los, wenn L1 blinkt.
- Wählen Sie mit ▲ / ▼ die Funktions-LED aus.
- Ändern Sie den Status durch kurzes Drücken von STOP/SET: kurzes Blinken = AUS, langes Blinken = EIN.
- Warten Sie 10 s, bis die Einstellung gespeichert und das Menü verlassen wird.
Werkseitig sind diese Funktionen ausgeschaltet. Bei einer Anlage mit zwei Antrieben muss der Techniker L8 einschalten.
| LED | Funktion | Bedeutung |
|---|---|---|
| L1 | Automatisches Schließen | Nach dem Öffnen schließt das Tor nach der eingestellten Pause. Ohne diese Funktion ist der Betrieb halbautomatisch. |
| L2 | Schließen nach Auslösen der Lichtschranke | Nach Freigabe der Lichtschranke beträgt die Pause 5 s. Ohne L1 beendet das Tor zunächst den Öffnungsvorgang; mit L1 kann der Öffnungsvorgang nach Freigabe der Lichtschranke enden. Nach Betätigung von STOP wird diese Funktion nicht ausgeführt. |
| L3 | Immer schließen | Nach Wiederkehr der Stromversorgung erkennt die Steuerung ein offenes Tor und leitet das Schließen mit 3 s Vorwarnblinken ein. |
| L4 | Stand-by | Nach 1 Minute Stillstand schaltet die Steuerung den BlueBUS-Ausgang und alle LEDs außer der BlueBUS-LED aus; diese blinkt langsamer. Ein neuer Befehl setzt den Betrieb fort; die zusätzlichen 24 V bleiben aktiv. |
| L5 | Lange Rückwärtsbewegung | Nach Auslösen von STOP oder der Kraftbegrenzung fährt das Tor bis zur Endposition zurück. AUS bedeutet eine kurze Rückwärtsbewegung von etwa 15 cm. |
| L6 | Vorwarnblinken | Die Warnleuchte schaltet sich 3 s vor der Bewegung ein. |
| L7 | Empfindlichkeit | Erhöht die Empfindlichkeit der Hinderniserkennung. Erfordert eine geeignete Einstellung von Geschwindigkeit und Kraft sowie eine anschließende Messung. |
| L8 | Zwei Antriebe | EIN: TN2010L + TN2020L. AUS: ein TN2010L. |
Ebene II – acht einstellbare Parameter
- Halten Sie STOP/SET etwa 3 s lang gedrückt, lassen Sie die Taste bei L1 los und wählen Sie mit ▲ / ▼ die Eingangs-LED des Parameters aus.
- Drücken Sie STOP/SET und halten Sie die Taste gedrückt. Nach etwa 3 s leuchtet der aktuelle Wert auf.
- Ändern Sie den Wert, während Sie STOP/SET gedrückt halten, mit den Tasten ▲ / ▼.
- Lassen Sie STOP/SET los und warten Sie 10 s, bis das Menü verlassen wird.
Fett gedruckte Werte kennzeichnen die Tabellenvoreinstellungen für die abgebildete Steuerung; lesen Sie die tatsächliche Einstellung immer an den LEDs der Steuerplatine ab. Die Pausenzeit gilt nur bei eingeschaltetem automatischem Schließen. Bei Parametern mit einem Wert zwischen zwei Stufen können zwei LEDs abwechselnd leuchten.
| Parameter | Werte L1–L8 |
|---|---|
| L1 – Pausenzeit | L1 10 s L2 20 s L3 40 s L4 60 s L5 80 s L6 120 s L7 160 s L8 200 s |
| Parameter | Werte L1–L8 |
|---|---|
| L2 – SbS-Funktion | L1 Öffnen–Stopp–Schließen–Stopp L2 Öffnen–Stopp–Schließen–Öffnen L3 Öffnen–Schließen–Öffnen–Schließen L4 Mehrfamilienhausmodus L5 Mehrfamilienhausmodus 2; ein Befehl von mehr als 2 s stoppt den Antrieb L6 Schrittbetrieb 2; ein Befehl von weniger als 2 s öffnet teilweise L7 Bewegung, solange der Befehl gehalten wird L8 halbautomatisches Öffnen, Schließen nur bei gedrückt gehaltener Taste |
| Parameter | Werte L1–L8 |
|---|---|
| L3 – Geschwindigkeit | L1 30 % L2 44 % L3 58 % L4 72 % L5 86 % L6 100 % L7 Öffnen V4 / Schließen V2 L8 Öffnen V6 / Schließen V4 |
| Parameter | Werte L1–L8 |
|---|---|
| L4 – FLASH-Ausgang | L1 Anzeige für geöffnetes Tor L2 aktiv bei geschlossenem Tor L3 aktiv bei geöffnetem Tor L4 Warnleuchte L5 elektrische Verriegelung L6 Elektroschloss L7 Haltemagnet L8 Wartungsanzeige |
| Parameter | Werte L1–L8 |
|---|---|
| L5 – Kraft beim Öffnen | L1 Kraft 1 L2 Kraft 2 L3 Kraft 3 L4 Kraft 4 L5 Kraft 5 L6 Kraft 6 L7 Kraft 7 L8 Kraft 8 |
| Parameter | Werte L1–L8 |
|---|---|
| L6 – Schließkraft | L1 Kraft 1 L2 Kraft 2 L3 Kraft 3 L4 Kraft 4 L5 Kraft 5 L6 Kraft 6 L7 Kraft 7 L8 Kraft 8 |
| Parameter | Werte L1–L8 |
|---|---|
| L7 – Wartungshinweis | L1 automatisch je nach Beanspruchung L2 1.000 Bewegungszyklen L3 2.000 Bewegungszyklen L4 4.000 Bewegungszyklen L5 6.000 Bewegungszyklen L6 8.000 Bewegungszyklen L7 10.000 Bewegungszyklen L8 12.000 Bewegungszyklen |
| Parameter | Werte L1–L8 |
|---|---|
| L8 – Fehlerhistorie | L1 letzter Bewegungszyklus L2 vorletzter Bewegungszyklus L3 drittletzter Bewegungszyklus L4 viertletzter Bewegungszyklus L5 fünftletzter Bewegungszyklus L6 sechstletzter Bewegungszyklus L7 siebtletzter Bewegungszyklus L8 achtletzter Bewegungszyklus |
Die Kraft ist nicht dazu da, einen Fehler am Tor zu überwinden. Nach einer Kraftänderung müssen die Schutzkräfte erneut gemessen werden; nach einer Geschwindigkeitsänderung muss auch die automatische Krafterfassung wiederholt werden. Ausgang FLASH ändert je nach gewähltem Modus seine Funktion und die erforderliche Last; es handelt sich nicht um eine universelle 24-V-Stromversorgung. Warnleuchte und Schloss dürfen nicht gleichzeitig daran angeschlossen werden. Bei L6 ein elektrisches Schloss 24 V, höchstens 10 W, bei L7 einen Haftmagneten 24 V, höchstens 10 W; beide nur mit Elektromagnet, ohne eigene Elektronik. Das Schloss L6 wird beim Öffnen durch einen kurzen Impuls entriegelt; der Magnet L7 hält das Tor geschlossen und wird während der Bewegung ausgeschaltet. Im Modus L5 für die elektrische Verriegelung bleibt die Falle während des Öffnens entriegelt. Die Auswahl und der zulässige Stromverbrauch der jeweiligen Falle mit einer Spannung von höchstens 24 V – nur mit Elektromagnet und ohne eigene Elektronik – müssen von einem Techniker anhand der verbauten Steuerplatine bestätigt werden. Beim Schließen muss die Falle mechanisch wieder einrasten.
Weitere Befehle
Ein dauerhafter SbS-Befehl von mehr als 3 s kann das Tor offen halten, zum Beispiel über einen geeigneten Zeitkontakt. Eine Notbewegung bei einem Fehler der Schutzeinrichtung ist nur unter Aufsicht und bei gedrückt gehaltenem Befehl möglich: Wiederholen Sie nach einem erfolglosen Befehl innerhalb von 3 s den Befehl und halten Sie ihn gedrückt. Nach etwa 2 s setzt sich das Tor in Bewegung und stoppt, sobald der Befehl losgelassen wird. Dieser Modus ersetzt keine Reparatur und darf nur unter Aufsicht verwendet werden, wenn sich keine Personen oder Gegenstände im Bewegungsbereich befinden.
Empfänger, Handsender und Antenne
TN2010L hat einen Steckplatz SM für einen separaten Empfänger. TN2020L hat keinen eigenen Empfänger; die Steuerung erfolgt über den Hauptantrieb. Die aktuelle Auswahl ist NICE OXIBD; der Handsendertyp muss zur Codierung des Empfängers passen. Bei bestehenden Anlagen können Sie auf SMXI, SMXIS oder OXI stoßen – das Einlernen der Funkhandsender richtet sich nach dem jeweiligen Empfänger.
Trennen Sie vor dem Einsetzen oder Herausnehmen des Empfängers sowohl die Netzversorgung als auch die Notstromversorgung. Schließen Sie bei OXIBD eine externe Antenne direkt an die Antennenklemmen des Empfängers an, Signal und Abschirmung gemäß dessen Anleitung. Schließen Sie sie nicht automatisch an den älteren Aerial-Anschluss der Steuerplatine an, nur weil dieser im ursprünglichen Schaltplan eingezeichnet ist. Erweiterte Befehle des Empfängers OXI/OXIBD und NICE-Handsender koppeln.
| Grundausgänge des Empfängers | Befehl des Hauptantriebs TEN |
|---|---|
| 1 | Schrittbetrieb SbS |
| 2 | Teilöffnung |
| 3 | Öffnen |
| 4 | Schließen |
OXI unterstützt im erweiterten Modus auch Stopp, Totmann- und priorisierten Schrittbetrieb, weitere Teilöffnungen, Öffnen/Schließen mit Sperre, Sperren/Entsperren sowie zeitgesteuertes oder dauerhaftes Zusatzlicht. Wählen Sie den Funktionsumfang entsprechend dem Empfänger und dessen eigener Anleitung. Für die Programmierung und Diagnose über BusT4 kann eine geeignete OView-Schnittstelle verwendet werden; sie ist kein zweiter Steuerantrieb.
Notstromversorgung
Die Notstromversorgung wird am Hauptantrieb TN2010Langeschlossen, der damit die gesamte Anlage mit zwei Antrieben steuert. Schließen Sie den Akku weder direkt an den Antrieb TN2020L noch an den Hilfsausgang STOP/SbS an.
Der aktuelle TEN-Katalog führt NICE PSS324. Der Akku hat einen eigenen Anschluss und erfordert eine kompatible Steuergeneration sowie das passende Anschlusskabel. Die ursprüngliche NICE PS324 ist eine ältere, inzwischen ersetzte Version; richten Sie sich bei einer bestehenden Installation nach der ursprünglichen Verdrahtung. Der alte und der neue Anschluss sowie die zugehörige Ladesteuerung sind nicht automatisch austauschbar. Prüfen Sie vor dem Austausch die Kennzeichnung der Steuerplatine und des Akkus.
Montieren Sie den Akku bei ausgeschalteter Anlage und verwenden Sie den vorgesehenen geführten Steckverbinder, ohne ihn mit Gewalt einzustecken. Prüfen Sie nach der Montage einen vollständigen Zyklus mit Netzversorgung und Notstromversorgung und stellen Sie anschließend die Netzversorgung wieder her. Die Anzahl der Bewegungen hängt vom Tor, der Anzahl der Antriebe, der Temperatur sowie vom Zustand und Alter des Akkus ab. Bei einem Stromausfall kann sich das Tor langsamer bewegen. Die Notentriegelung muss auch bei entladenem Akku zugänglich bleiben.
Diagnose und häufigste Störungen
Bei einer Störung wiederholen Warnleuchte und Zusatzlicht eine Gruppe schneller Blinksignale zweimal, mit einer Pause von 1 s dazwischen. Zählen Sie die Blinksignale innerhalb einer Gruppe. Das normale Blinken der Warnleuchte während der Bewegung ist kein Fehlercode.
| Blinksignale | Ursache | Was ist zu prüfen? |
|---|---|---|
| 2 | Die Lichtschranke gibt die Bewegung nicht frei | Prüfen Sie auf Hindernisse sowie die Optik, Verdrahtung und Adressierung. |
| 3 | Kraftbegrenzung ausgelöst | Prüfen Sie auf Hindernisse sowie Reibung und Auswuchtung. Erhöhen Sie die Kraft nicht automatisch. |
| 4 | STOP ausgelöst | Prüfen Sie die Sicherheitsleiste, die Kontakte und den eingelernten STOP-Typ. |
| 5 | Fehler interner Parameter | Warten Sie mindestens 30 s und versuchen Sie es erneut mit einem Befehl. Tritt der Fehler erneut auf, muss die Steuerplatine gewartet werden. |
| 6 | Maximale Anzahl der Bewegungszyklen pro Stunde überschritten | Warten Sie einige Minuten, bis die thermische bzw. betriebsbedingte Begrenzung aufgehoben ist. |
| 7 | Fehler in den internen Schaltkreisen | Trennen Sie alle Stromquellen für einige Sekunden. Tritt der Fehler erneut auf, sind Motor und Kabel vom Kundendienst zu überprüfen. |
| 8 | Ein anderer Befehl ist bereits aktiv | Entfernen Sie den dauerhaft anstehenden oder gleichzeitig ausgelösten Befehl. |
| 9 | Automatisierung blockiert | Entsperren Sie die Anlage mit dem entsprechenden Befehl am Empfänger; nicht mit der mechanischen Entriegelung verwechseln. |
LEDs der Steuerplatine und Zusatzleuchte
Unterscheiden Sie zunächst zwischen Stand-by und einer Störung. Bei aktiviertem Stand-by erlöschen nach einer Minute im Ruhezustand die übrigen LEDs, und die BlueBUS-LED blinkt langsamer. Wecken Sie die Steuerung vor der Bewertung der LEDs nur dann mit einem Befehl auf, wenn der Fahrweg frei und sicher ist; rechnen Sie mit einer möglichen Torbewegung. Die folgende Tabelle gilt für die aufgeweckte Steuerung.
| Anzeige | Bedeutung |
|---|---|
| BlueBUS: einmal pro Sekunde grün | Normalbetrieb. Zwei schnelle grüne Blinksignale = Eingangsänderung oder empfangener Befehl. |
| BlueBUS: aus / leuchtet dauerhaft | Stromversorgung und Sicherungen prüfen / Störung, die eine Überprüfung der Steuerplatine erfordert. |
| BlueBUS: schnelle und lange rote Blinksignale | Kurzschluss bei BlueBUS. Leitung trennen und überprüfen; nach der Behebung kann es etwa 10 s dauern, bis das normale Blinken wieder einsetzt. |
| STOP: leuchtet / leuchtet nicht | Nach dem Einlernen in Ordnung / Sicherheitseingang ausgelöst oder fehlerhaft. |
| SbS, OPEN, CLOSE | Eine leuchtende LED zeigt an, dass der entsprechende Befehl aktiv ist. |
| L1 + L2 blinken | Die angeschlossenen Geräte müssen erkannt werden. |
| L3 + L4 blinken | Die Torpositionen müssen eingelernt werden. |
| L1 oder L8 blinkt im Ruhezustand allein | L1 = obere Endlage, Position ≥95 %; L8 = untere Endlage, Position ≤5 %. Die Position muss von einem Techniker angepasst und neu eingelernt werden; verwenden Sie an einem montierten Tor keinen Werkstatt-Reset des Encoders. |
| L1–L8 während der Bewegung | Aktuelle Motorlast; L1 niedrig, L8 hoch. Dies ist nicht dasselbe wie die relative Kraft-Einstellung im Menü. |
| Zusatzleuchte blinkt einmal pro Sekunde | Automatische Krafteinlernung nicht abgeschlossen; bei gleichzeitigem Fehlerblinken den Fehlercode auswerten. |
Wenn der Handsender nicht reagiert und seine LED nicht leuchtet, überprüfen Sie die Batterie. Wenn die LED leuchtet, überprüfen Sie den Empfänger und die Kopplung. Wenn die Steuerplatine vollständig ohne Funktion ist, lässt ein Techniker Netzversorgung und Sicherungen überprüfen. Eine Sicherung darf erst nach Behebung der Ursache und nur durch eine Sicherung desselben Typs und Nennwerts gemäß Kennzeichnung ersetzt werden. Wenn das Tor nach einer kurzen Bewegung die Richtung umkehrt, überprüfen Sie zuerst den Torwiderstand und nicht nur die Krafteinstellung.
Wartungshinweis während des Normalbetriebs
Eine länger leuchtende Warnleuchte kann auf eine erforderliche Wartung hinweisen. Diese Anzeige ist nicht mit den schnellen Blinkgruppen bei einer Störung gleichzusetzen. Gilt bei entsprechender Einstellung des FLASH-Ausgangs; die Wartungsanzeige ist ein alternativer Betriebsmodus desselben Ausgangs.
| Wartungsgrenze erreicht | Warnleuchte im FLASH-Modus | Ausgang im Modus Wartungsanzeige |
|---|---|---|
| Weniger als 80 % | Normales Blinken: 0,5 s ein / 0,5 s aus. | Leuchtet zu Beginn des Öffnungsvorgangs 2 s lang. |
| 81–100 % | Leuchtet zu Beginn des Vorgangs 2 s lang und blinkt danach normal. | Blinkt während des gesamten Vorgangs. |
| Mehr als 100 % | Leuchtet zu Beginn und am Ende des Vorgangs jeweils 2 s lang, blinkt ansonsten normal. | Blinkt dauerhaft. |
Lassen Sie die Wartung von Fachpersonal durchführen; setzen Sie den Zähler nicht zurück, nur damit die Anzeige erlischt.
Verlauf der letzten acht Vorgänge
- STOP/SET etwa 3 s gedrückt halten und bei L1 loslassen; anschließend die Eingangs-LED L8 auswählen.
- STOP/SET gedrückt halten und etwa 3 s warten. Leuchtende LEDs kennzeichnen Vorgänge mit einer Störung: L1 ist der neueste, L8 der achtletzte Vorgang. Eine erloschene LED bedeutet, dass der Vorgang störungsfrei war; der Verlauf kann nur ausgelesen werden.
- Während Sie STOP/SET gedrückt halten, wählen Sie mit ▲ / ▼ den Vorgang aus. Die LED blinkt den entsprechenden Code aus der Tabelle aus.
- STOP/SET loslassen.
Reset, Motordrehrichtung und Wartungszähler
Speicher der Hauptsteuerung löschen
Durch den Reset werden eingelernte Geräte, Positionen und Benutzereinstellungen gelöscht. Anschließend müssen die Motoranzahl erneut ausgewählt, der Einlernvorgang und die Prüfungen durchgeführt werden; dies ist keine übliche Methode zur Behebung einer mechanischen Störung.
- Halten Sie bei stillstehendem Motor ▲ + ▼, bis alle LEDs L1–L8 aufleuchten, etwa 3 s.
- Lassen Sie die Tasten los. Die LEDs blinken etwa 3 s schnell, anschließend startet die Steuerung neu.
- Am Ende blinken L1/L2. Führen Sie erneut die Geräteerkennungdurch, stellen Sie L8 ein und lernen Sie Positionen und Kraft ein.
Dieser Reset ändert weder die eingestellte Drehrichtung noch die Encoderposition. Der Speicher des steckbaren Funkempfängers wird gemäß dessen Anleitung separat verwaltet.
Drehrichtung ändern
- Halten Sie bei stillstehendem Tor STOP/SET etwa 3 s gedrückt und lassen Sie die Taste los, sobald L1 blinkt.
- Drücken Sie ▲ + ▼ kurz gleichzeitig und lassen Sie die Tasten los.
- Eine leuchtende Zusatzleuchte bedeutet umgekehrte Drehrichtung, eine erloschene die Standarddrehrichtung.
- Warten Sie 10 s, bis der Vorgang abgeschlossen ist. Anschließend lernen Sie die Torpositionen erneut ein und führen Sie die automatische Krafteinlernung durch.
Encoderposition wiederherstellen
Das Zurücksetzen der Encoderposition ist ausschließlich ein Werkstatteingriff an einem ausgebauten Motor. Es darf niemals bei einem am Tor montierten Motor durchgeführt werden. Dabei wird der Encoder auf die Montageposition L6 gesetzt und gleichzeitig werden die Werkseinstellungen der Steuerung wiederhergestellt. Falls erforderlich, muss der Kundendienst den Reset gemäß der vollständigen Montageanleitung durchführen; er ersetzt nicht das Einlernen der Positionen am montierten Tor.
Wartungszähler auslesen und zurücksetzen
Ebene II, Eingangs-LED L7: Halten Sie STOP/SET gedrückt und warten Sie etwa 3 s, bis die Ebene angezeigt wird. ▲ + ▼ kurz drücken ruft die Anzeige auf: Jedes Blinksignal entspricht 10 % des eingestellten Grenzwerts. Beispiel: Vier Blinksignale bei einem Grenzwert von 10 000 entsprechen 4 000–4 999 Vorgängen. ▲ + ▼ mindestens 5 s gedrückt halten setzt den Zähler zurück; führen Sie dies erst nach erfolgter Wartung durch. Lassen Sie anschließend STOP/SET los.
Wartung und sichere Verwendung
Fachgerechte Wartung spätestens nach 6 Monaten oder 4 000 Betriebszyklen, je nachdem, was zuerst eintritt. Bei häufigem Betrieb ist das Intervall entsprechend zu verkürzen. Der Hinweis des Zählers ersetzt nicht das zeitliche Wartungsintervall.
- Trennen Sie vor Arbeiten die Netzversorgung und die Batterie und sichern Sie das Tor gegen Bewegung.
- Überprüfen Sie Befestigungen, Wellen, Teleskoparme, Seile, Federn und Führungen auf Korrosion und Verschleiß. Beschädigte Teile sind auszutauschen; die Einstellung der Federn darf nur durch Fachpersonal erfolgen.
- Stellen Sie nach der Wartung die Stromversorgung wieder her und wiederholen Sie die Sicherheitsprüfungen. Dokumentieren Sie das Ergebnis.
- Der Benutzer kann die Optik der Lichtschranken mit einem leicht angefeuchteten Tuch reinigen und Schmutz aus dem Fahrweg entfernen. Benutzen Sie das Tor bei einer Störung nicht und wenden Sie sich an den Installateur.
Gehen Sie erst hindurch, wenn das Tor vollständig geöffnet ist und stillsteht. Halten Sie Kinder und Handsender von beweglichen Teilen fern. Überprüfen Sie gemäß den Anweisungen des Installateurs monatlich, ob sich der Antrieb beim Schließen nach Kontakt der Unterkante mit einem auf dem Boden stehenden Gegenstand mit einer Höhe von 50 mm umkehrt und die Richtung wechselt. Wenn dies nicht ordnungsgemäß funktioniert, stoppen Sie den Automatikbetrieb und beauftragen Sie den Kundendienst. Der Antrieb und die Batterien gehören nicht in den Hausmüll; die Demontage und Abgabe zum Recycling müssen von einem Fachmann durchgeführt werden.
Richtwert für die Lebensdauer
Addieren Sie den jeweiligen Gewichts- und Kraftindex sowie die übrigen relevanten Einflussfaktoren; berücksichtigen Sie letztere, wenn die Wahrscheinlichkeit ihres Auftretens über 10 % liegt. Das Gewicht in dieser Tabelle dient als Eingangsgröße für die Verschleißabschätzung, nicht als Tragfähigkeit oder Freigabe, beliebig schwere Tore zu automatisieren. Montage- und Betriebsgrenzwerte haben Vorrang.
| Eigenschaften der gesamten Automatisierung | Index | Lebensdauerdiagramm | |
|---|---|---|---|
| TN2010L | TN2010L + TN2020L | ||
| Torgewicht bis 100 kg | 20 % | 10 % | Die horizontale Achse zeigt die Summe der Indizes in %, die vertikale die Anzahl vollständiger Zyklen. |
| Über 100 bis 180 kg | 30 % | 20 % | |
| Über 180 bis 230 kg | 40 % | 30 % | |
| Über 230 kg | 60 % | 50 % | |
| Bewegungskraft bis 160 N | 10 % | 5 % | |
| Über 160 bis 240 N | 20 % | 15 % | |
| Über 240 bis 290 N | 40 % | 30 % | |
| Über 290 bis 350 N | — | 50 % | |
| Temperatur über 40 °C / unter 0 °C oder Luftfeuchtigkeit über 80 % | 10 % | 10 % | |
| Staub oder Sand | 15 % | 15 % | |
| Salzhaltige Umgebung | 20 % | 20 % | |
| Unterbrechung durch die Lichtschranke | 10 % | 10 % | |
| Unterbrechung durch STOP | 20 % | 20 % | |
| Geschwindigkeit über Stufe L4 | 15 % | 15 % | |
Das Diagramm mit etwa 10 000–50 000 Zyklen ist ein Richtwert bei ordnungsgemäßer Wartung und keine Garantie für die Lebensdauer oder eine Angabe in Jahren. Es berücksichtigt nicht nur die Anzahl der Öffnungen und gibt kein Wartungsintervall an.
Technische Daten NICE TN2010L
| Verwendungszweck | Hauptantrieb mit integrierter Steuerung und Absolutwertgeber. |
|---|---|
| Stromversorgung | 230 V AC −10/+15 %, 50/60 Hz; der Motor selbst wird mit niedriger Gleichspannung betrieben. |
| Max. Anlaufmoment | 350 Nm |
| Nenndrehmoment | 240 Nm |
| Drehzahl ohne Last | 1,7 U/min; sechs einstellbare Steuerungsstufen. |
| Drehzahl bei Nenndrehmoment | 1,2 U/min |
| Max. Leistungsaufnahme beim Anlaufen | 240 W / 1 A aus dem Stromnetz. |
| Motorgewicht | 10 kg |
| Schutzart und Einsatzumgebung | IP44; Montage im Inneren der Garage. |
| Betriebstemperatur | −20 bis +50 °C |
| Abmessungen | Höhe 512 mm, Breite 150 mm, Tiefe laut Zeichnung 160 mm; tabellarische Gehäusetiefe 158 mm. |
| Zusatzbeleuchtung | Integrierte LED-Beleuchtung. |
| Isolationsklasse | I |
Für die Gesamteinheit TN2010L + TN2020L nennt die Anleitung ein Anlaufmoment von 500 Nm, ein Nenndrehmoment von 330 Nm und eine Leistungsaufnahme von 350 W / 1,4 A aus dem Stromnetz sowie ein Gewicht von 17,2 kg für beide Antriebe. Das Drehmoment der Einheit ergibt sich nicht durch einfaches Addieren der Drehmomente der einzelnen Antriebe.
Bei Nennlast gibt der Hersteller für den TN2010L 15 Zyklen/h und 22 Minuten Dauerbetrieb an; für die Zweierantriebseinheit 25 Zyklen/h und 14 Minuten. Bei +50 °C sinken die jeweiligen Werte auf 6 Zyklen/h und 6 Minuten für einen TN2010L bzw. 4 Zyklen/h und 7 Minuten für beide Antriebe. Der konkrete Betrieb wird zusätzlich durch die Belastungstabellen und die Steuerung begrenzt. Die grundlegenden technischen Werte gelten bei 20 °C ±5 °C.
Zur Überprüfung der Auswahl kontaktieren Sie uns mit Angaben zu Tortyp, Höhe und Breite, Ausgleichssystem und der voraussichtlichen Anzahl der Zyklen. Bei einem Ersatz fügen Sie bitte ein Foto des Typenschilds und der Platine bei.
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